Kein Geld mehr, aber vom Monat ist noch so viel übrig? Mit dem 3-Konten-Modell kannst du sicherstellen, dass dir das nicht passiert und du immer genug Geld für Konsum, Ersparnisse und Investments hast. So funktioniert es!

Schauen wir uns zunächst mal den „Normalfall“ an, also wie wir für gewöhnlich mit unserem Geld haushalten (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Der „normale“ Geldfluss

Wir bekommen unser Geld – also zum Beispiel unser Gehalt – aufs Girokonto und bezahlen zunächst einmal alle Dinge, die wir unbedingt brauchen oder bezahlen müssen. Darunter fallen zum Beispiel:

  • Miete
  • Versicherungen
  • Strom
  • Lebensmittel
  • Internet / Telefon

Wenn das Geld abgebucht ist, bleibt uns ein bestimmter Betrag übrig. Und diesen verkonsumieren wir, bis kein Geld mehr da ist.

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Das 3-Konten-Modell: „Pay yourself first!“

Das 3-Konten-Modell baut nun auf der Idee auf, dass wir uns selbst zuerst bezahlen, bevor wir jemand anderen bezahlen. Oder auf Englisch: „Pay yourself first!“

Dadurch bleibt am Ende des Monats auch tatsächlich noch was vom Geld in unserer Tasche hängen – und nicht nur in den Taschen anderer Menschen (oder Unternehmen).

So funktioniert das 3-Konten-Modell

Und das geht so. Wir richten uns statt einem Girokonto noch zwei weitere Konten ein:

  1. Das normale Girokonto
  2. Ein Sparkonto
  3. Ein Spaßkonto

Das normale Girokonto (1) hatten wir vorher schon und ist nach wie vor wichtig für alles, was wir brauchen und bezahlen müssen. Hier geht also weiterhin die Miete, Versicherungen, etc. ab.

Auf das Sparkonto (2) überweisen wir nun am Anfang eines jeden Monats (ganz wichtig, denn: pay yourself first!) genau den Betrag, den wir ansparen wollen, um zum Beispiel ein finanzielles Polster zu haben.

Und das Spaßkonto (3) ist – richtig geraten – für den Spaß da. Hiervon bezahlen wir Urlaube, Kurztrips, Unternehmungen, etc.

Tipp: Kennst du schon unsere Vergleichrechner für Girokonten und Tagesgeldkonten?

Beispiel: Das 3-Konten-Modell in der Praxis

Machen wir es mal greifbar mit einem Beispiel. Wir nehmen an, dass wir 2.000 Euro Lohn ausgezahlt bekommen und davon 70 Prozent für unsere Lebenshaltungskosten benötigen. 20 Prozent wollen wir hingegebn ansparen und 10 Prozent wollen wir verkonsumieren.

Dann richten wir uns am Anfang des Monats zwei Daueraufträge ein:

  1. 400 Euro an Sparkonto
  2. 200 Euro an Spaßkonto

Dadurch stellen wir sicher, dass das Geld dort auch wirklich ankommt und wir es nicht schon ausgegeben haben, bevor wir zum Sparen kommen.

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3-Konten-Modell ist sehr individuell

Dabei ist das 3-Konten-Modell nicht fix in Stein gemeißelt, sondern sollte als grobe Orientierung gesehen werden. Wenn dein Ziel ist, viel Geld zu sparen, kannst du den Prozentsatz hier etwa erhöhen.

Alternativ kannst du aber auch ein 4-Konten-Modell daraus machen, wenn du noch ein Konto für Investments (z.B. dein Depot bei der Comdirect) brauchst, weil du gerne investieren möchtest.

So kannst du dein Geld immer so verteilen, dass du deine Ziele erreichen kannst. Wichtig dabei ist: bleib dran und bleib konsequent. Arbeite mit Daueraufträgen und bezahle dich selbst zuerst!

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