Robert T. Kiyosaki ist beim Thema Vermögensaufbau eine mittlere Berühmtheit. Mit seinen beiden Büchern “Rich Dad, Poor Dad” und “Cashflow-Quadrant” hat er zwei Must-Reads rund um diese Themen geschrieben. Heute erklären wir dir den Cashflow-Quadrant.

Nach Robert T. Kiyosaki – US-amerikanischer Unternehmer, Investor, Autor und Coach – kann man Einkommen in vier verschiedenen Kategorien verdienen. Der Cashflow-Quadrant ist folglich gegliedert in vier Bereiche: E, S, B und I.

Cashflow-Quadrant Robert Kiyosaki
Der Cashflow-Quadrant nach Robert T. Kiyosaki

Links oben: E wie Employee (Angestellter)

Links oben finden wir das E. Das E steht für Employee, also den Angestellten. Der Angestellte tauscht seine Zeit gegen Geld. Er arbeitet also z.B. für ein festes Jahresgehalt, einen Stundenlohn oder eine andere Vergütung auf dieser Basis.

Er bekommt also Geld für geleistete Zeit. Das beschränkt ihn in seinen Verdienstmöglichkeiten, weil er nicht unbegrenzt viel Zeit zur Verfügung hat. Er kann nur maximal 24 Stunden pro Tag arbeiten – und selbst wenn er das wirklich machen würde, könnte er das nicht dauerhaft durchhalten.

Dafür hat er eine große Sicherheit und kann mit seinem Verdient sehr genau im Voraus planen.

Cashflow Quadrant: Rich dad poor dad
  • Robert T Kiyosaki
  • Herausgeber: FinanzBuch Verlag
  • Gebundene Ausgabe: 334 Seiten

Links unten: S wie Self-Employed (Selbstständiger)

Ebenfalls auf der Linken seite, aber unten, finden wir das S. Das steht für Self-Employed, also den Selbstständigen. Dieser ist zwar freier, weil er sein eigener Chef ist, er ist aber ebenfalls an die “Zeit gegen Geld”-Formel gebunden.

Auch er wird nur dann bezahlt, wenn er arbeitet. Ist er im Urlaub, erholt er sich auf der Couch oder schläft er, verdient er kein Geld – logisch.

Rechts oben: B wie Business Owner (Unternehmer)

Der Unternehmer unterscheidet sich vom Selbstständigen, weil er ein System geschaffen hat, das für ihn arbeitet. Er hat also Strukturen aufgebaut, die auch dann funktionieren, wenn er mal nicht da ist.

Diese Strukturen sind zum Beispiel seine Mitarbeiter, Produktionsmaschinen oder andere Abläufe, die losgelöst von seiner Zeit funktionieren. Wir sehen: Hier finden kein Tausch “Zeit gegen Geld” mehr statt. Entsprechend ist der Unternehmer (theoretisch zumindest) nach oben hin nicht begrenzt bei seinem Einkommen.

Rechts unten: I wie Investor

Der Investor unterscheidet sich vom Unternehmer, weil er sein Geld so anlegt, dass es für ihn arbeitet. Er ist damit komplett losgelöst von der Zeit-Formel und wird entsprechend seiner Anlagen und Investmententscheidungen entlohnt.

Er hat nach Robert Kiyosaki das ultimative System geschaffen, das für ihn Geld produziert, egal ob er arbeitet oder nicht. Egal ob er schläft oder wach ist, ob er Urlaub macht oder ein Buch liest.

Angebot
Rich Dad, Poor Dad
  • Robert T. Kiyosaki, Andrea Panster
  • Herausgeber: Arkana TB
  • Auflage Nr. 1 (11.12.2006)

Das Ziel ist also die rechte Seite im Cashflow-Quadrant?

Wichtig ist hierbei, dass Robert T. Kiyosaki nicht wertet. Sein Cashflow-Quadrant sagt nicht, dass die rechte Seite gut und die linke Seite schlecht ist. Beide Seiten und alle vier Bereiche haben ihre Berechtigung und ihre Vor- und Nachteile.

Wer aber finanziell (schneller) frei werden will, der muss auf die rechte Seite kommen und seine Zeit von seinem Einkommen loslösen.

Wie komme ich im Cashflow-Quadrant auf die rechte Seite?

Wer dorthin möchte, kann das auf vielen Wegen schaffen. Dafür braucht es auch nicht immer einen radikalen Umbruch im (Berufs-)Leben.

Wie wäre es zum Beispiel, als Angestellter sein Geld zu sparen und im Aktienmarkt anzulegen oder Immobilien zu kaufen? So profitiert man von der Sicherheit im Job und ist als Investor tätig.

Oder als Selbstständiger könnte man aus seiner Tätigkeit mit Mitarbeitern, Maschinen oder Automatismen ein System (aka Unternehmen) für sich arbeiten lassen und aus seiner selbstständigen eine Firma machen.

Das Handeln nach dem Cashflow-Quadranten bewerten

Es gibt also Wege, um von der linken auf die rechte Seite im Cashflow-Quadranten zu kommen. Wenn man den Tausch von “Zeit gegen Geld” einmal verstanden hat, bewertet man automatisch jedes eigene Handeln nach diesem Muster.

Das ist gerade am Anfang des Vermögensaufbaus gut und richtig so!


Wer sich für das Thema interessiert, der sollte “Cashflow Quadrant” und auch den Vorgänger “Rich Dad, Poor Dad” von Robert T. Kiyosaki unbedingt lesen.


Hinweis: Alle Inhalte hier stellen keine Empfehlung und/oder Anlageberatung dar. Sie dienen zur Information und Unterhaltung und zeigen meine eigene Meinung. Ich übernehme keine Verantwortung für entstehende Risiken oder Verluste. Verzichte niemals auf deine eigene gründliche Recherche!