Zucker ist in fast allen Lebensmitteln in rauen Mengen drin. Ich wollte wissen: Was passiert, wenn ich drei Wochen auf Zucker verzichte? Und wie wirkt sich das auf meine Energie aus? Hier sind die Erfahrungen.

Zuckerfrei: Empfehlung der WHO kaum schaffbar

Zucker ist in fast allen Lebensmitteln drin. Und das leider in sehr hohen Mengen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt für einen erwachsenen Mann ca. 25 bis 30 Gramm Zucker pro Tag.

Mal eine Relation: Wenn du ein Glas Cola (250 ml) trinkst, hast du schon 27 Gramm Zucker in dir. Es ist also eigentlich nur schwer möglich, diese Empfehlung der WHO einzuhalten.

Mehr Energie durch weniger Zucker?

Ich wollte trotzdem – oder: gerade deswegen – wissen: Was macht es mit mir, wenn ich weniger Zucker zu mir nehme? Werde ich dadurch produktiver und habe mehr Energie?

Entsprechend habe ich von heute auf morgen alles abgesetzt, in dem viel Zucker ist. Keine Süßgetränke mehr, keine Süßigkeiten mehr, keine stark gezuckerten Lebensmittel (bspw. Ketchup) mehr.

Die einzige Ausnahme habe ich bei Fruchtzucker gemacht, sprich: Obst habe ich weiterhin ganz normal gegessen. Ziel ist es, eine gesunde Lebensweise zu etablieren – und dazu gehört Obst natürlich auch.

Für immer zuckerfrei: Schlank, gesund und glücklich ohne das süße Gift
  • Anastasia Zampounidis
  • Herausgeber: Bastei Lübbe (Lübbe Ehrenwirth)
  • Auflage Nr. 72017 (29.09.2017)

Die 1. Woche: Heißhunger und Kopfschmerzen

In der ersten Woche habe ich tierische Kopfschmerzen gehabt. Das liegt wohl daran, dass Zucker das Belohnungszentrum im Gehirn anspricht. Es ist also fast wie eine Droge, die uns beruhigt und nach der wir verlangen. Mein Körper hat hierauf mit Kopfschmerzen reagiert.

Zudem habe ich Heißhunger auf alles gehabt, was irgendwie süß ist. Hier ein kleiner Tipp: Bereite dir kleine Snacks vor, die du in solchen Phasen essen kannst. Bei mir haben sich Magerquark mit Beeren und Karottensticks mit Dip gut bewährt.

Die 2. Woche: Geschmacksexplosion

Das Problem ist, dass man für diese Lebensweise gerade am Anfang sehr viel Disziplin braucht. Es verlangt von dir, dass du aus deiner Komfortzone herausgehst und die Dinge motiviert angehst.

Es ist viel bequemer, schnell eine Packung aufzureißen als sich einen gesunden Snack zuzubereiten. Hier muss man anfangs viel Arbeit aufwenden, um dranzubleiben.

Schon in der zweiten Woche hat sich das aber für mich gleich mehrfach ausgezahlt! Ich bin wesentlich besser aus dem Bett gekommen (hier auch mein Selbstversuch zum Thema Frühsport!), habe mich produktiver und aktiver gefühlt und – das ist die Haupterkenntnis – ich nehme Geschmäcker auf einmal sehr bewusst und klar wahr.

Logisch: Ist man nur stark überzuckerte Lebensmittel gewohnt, kommen “normale” Lebensmittel dagegen geschmacklich natürlich nicht an.

Die 3. Woche: Im Alltag angekommen

In der dritten Woche haben sich alle positiven Erfahrungen schon fest im Alltag verankert. Es ist inzwischen Teil meines Lebens geworden und wird von meiner Seite aus auch weiter durchgezogen.

Überraschend finde ich, dass ich gar kein Verlangen mehr nach Cola oder anderen stark gezuckerten Lebensmitteln mehr habe. Ich finde den Geschmack fast schon abstoßend bis ekelig und bin froh, meinem Körper mit weniger Zuckerzufuhr etwas Gutes zu tun.

Zuckerfrei: Die 40 Tage-Challenge
  • Hannah Frey
  • Herausgeber: GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH
  • Auflage Nr. 7 (07.02.2017)

Auch das Ziel – mehr Energie durch weniger Zucker – ist definitiv erreicht worden. Ich bin fitter, fühle mich leichter und habe länger Energie am Tag. Auf jeden Fall ein Anreiz, es auch mal zu probieren, oder?


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